DECT-Telefone

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DECT-Telefone
Zusammenfassung
Ein DECT-Telefon ist ein schnurloses Telefon, das mit dem Digital Enhanced Cordless Telecommunications (engl. für "Digitale, verbesserte schnurlose Telekommunikation")- Standard funktioniert. DECT ist ein Datenübertragungsstandard für kabellose Kommunikation und kein eigenes Mobilfunk- oder Telefonnetz. Es definiert nur den Zugang zu einem Netz und kommt dabei ohne Nebenstellen aus.

DECT für kabellosen und digitalen Telefonkomfort. Der Übertragungsstandard erleichtert das Telefonieren zuhause.

 

Ein DECT-Telefon ist...

 

Kauft man sich heutzutage ein Telefon, hat es in der Regel zwei Eigenschaften: Es ist schnurlos und hat den DECT-Standard. DECT steht für "Digital Enhanced Cordless Telecommunications" (engl. für "Digitale, verbesserte schnurlose Telekommunikation") und macht das kabellose Telefonieren zuhause einfacher. Ganz leicht können mit DECT gleich mehrere Mobilteile über die Basisstation betrieben werden, ohne Nebenstelle und komplizierte Koordination. DECT ist allerdings ein Datenübertragungsstandard und kein eigenes Mobilfunk- oder Telefonnetz.

 

Merkmale von DECT

 

DECT ist vor allem für das Telefonieren innerhalb von Gebäuden ausgelegt. Die Reichweite beträgt in geschlossenen Räumen 30 bis 50 Meter, im Freien sind 300 Meter möglich. Die Anbindung ans Telefonnetz erfolgt mit einem Gateway, üblicherweise die Basisstation. Wenn man beim Telefonieren mit einem Mobilteil herumläuft, passiert man dabei verschiedene sogenannte Funkzellen des jeweiligen Netzes. DECT ermöglicht mobiles Telefonieren sowohl durch Weiterleiten an eine andere (Funk-)Zelle (Handover), als auch langfristige Mobilität durch Einbuchen in ein fremdes Netz (Roaming).

 

Vorteile von DECT

 

Worin sich DECT grundlegend von anderen Mobilfunksystemen unterscheidet, ist das Fehlen einer zentralen Vermittlung und Verwaltung. DECT überprüft selbst, welche Kanäle gerade belegt sind und in welche freien geschaltet werden kann. In regelmäßigen Intervallen (mindestens alle 30 Sekunden) werden dazu alle Kanäle gescannt und registriert. Wird ein neuer Übertragungskanal benötigt, wählt das Mobilgerät oder die Basisstation den geeignetsten Kanal mit den wenigsten Interferenzen (Überlagerungen der Funkschichten). Eine zentrale Funknetzplanung mit Frequenz- und Kanalkoordination ist deshalb bei DECT überflüssig. DECT-Telefone sind zudem GAP (Generic Access Protocol, engl. für "Allgemeines Zugangsprotokoll")-kompatibel. Dadurch können sogar Geräte verschiedener Hersteller mit einander kombiniert werden.

 

Gesundheitliche Aspekte von DECT

 

Für einen reibungslosen Betrieb sendet eine DECT-Basisstation auch außerhalb der Gesprächszeit dauerhaft Impulse, um den Mobilgeräten die Synchronisation zu ermöglichen. DECT-Geräte stehen daher wegen hoher Elektrosmogbelastung in der Kritik. Bisher konnten keine schädlichen Wirkungen nachgewiesen werden, allerdings bieten manche Hersteller mittlerweile auch sogenannte strahlungsarme DECT-Telefone an. Diese Geräte reduzieren die Sendeleistung der Basisstation bei eingestecktem  Mobilteil und schalten den Sender im Mobilteil ab. Zudem senken einige Modelle bei gutem Empfang automatisch die Sendestärke des Mobilteils.

 

Ursprung und Entwicklung von DECT

 

1988 war es Aufgabe des damals neugegründeten European Telecommunications Standards Institute (ETSI), einen hagenuk stick sr_2europäischen Standard für digitale Schnurlostelefone zu definieren. Man entschied sich für DECT. Bereits 1992 gab es daraufhin die ersten DECT-Geräte im Handel. Die DECT-Modellreihe "Gigaset" von Siemens entwickelte sich beispielsweise zu einem echten Verkaufsschlager. DECT wurde zunächst, abgeleitet von seiner Entwicklung, als digitaler, europäischer Standard für Schnurlostelefone (Digital European Cordless Telephony) bezeichnet.

 

Schon 1994 führte man zusätzlich das mittlerweile vorgeschriebene GAP ein, mit dem endlich das problemlose Kombinieren von Geräten verschiedener Hersteller möglich wurde. Da mittlerweile mit Telefonen aber auch zunehmend Daten übertragen werden und sich der Standard über die Grenzen Europas hinweg durchgesetzt hat, änderte man den Namen 1995 schließlich in digitale, verbesserte schnurlose Telekommunikation (Digital Enhanced Cordless Telecommunications).

 

Wissenswertes

 

DECT nutzt in den verschiedenen Ländern unterschiedliche Frequenzen. In Europa den Frequenzbereich 1.880 bis 1.900 MHz, in China 1.900 MHz bis 1.920 MHz, 1.910 MHz bis 1.930 MHz in Lateinamerika und 1.920 MHz bis 1.930 MHz in den USA. Aufgrund dieser Unterschiede dürfen außereuropäische Geräte nicht in Europa benutzt werden und umgekehrt. DECT ist der Nachfolger der Standards CT1+ und des CT2, deren Betriebserlaubnis in Deutschland mit dem 31. Dezember 2008 erloschen ist.

 

Als strahlungsarme DECT-Telefone werden Geräte bezeichnet, die zum Schutz vor Elektrosmog eine reduzierte Sendeleistung haben.

 

 

Alle Preise in Euro und inkl. der gesetzlichen Mehrwertsteuer. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.